Aktuelles

Erneutes Armutszeugnis der Staatsregierung

Zur gestern vom Kabinett verabschiedeten und von der sächsischen Kultusministerin Kurth vorgestellten neuen Förderrichtlinie für den Schulhausbau in Sachsen erklären die Leipziger SPD-Landtagsabgeordneten Dirk Panter und Holger Mann:

Dirk Panter: „Die Ankündigung des Kultusministeriums, den alten Mindestfördersatz für Investitionen in Schulen als neuen Höchstfördersatz einzuführen ist das nächste bildungspolitische Armutszeugnis der Staatsregierung. Für die Kommunen bedeutet dies Kürzungen um bis zu 30 Prozent. Der Wunsch des Ministeriums dies über zweckgebundene Spenden ausgleichen zu lassen ist unrealistisch und weltfremd. Er zeigt den niedrigen Stellenwert, den die Pflichtaufgabe Bildung in der Landesregierung besitzt.“

Holger Mann: „Die Kürzung mit dem demografischen Wandel zu begründen zeigt, dass die Staatsregierung ihre eigenen Zahlen nicht kennt. Im gesamten Land steigen die Geburtenraten. In den wachsenden Zentren Leipzig und Dresden platzen die Schulen aus allen Nähten und die Ministerin redet von einer geringeren Priorität von Schulen. Erschreckend ist zudem auch, was die Ministerin nicht sagt. Kein Wort zur Aufstockung der Investitionsmittel im nächsten Doppelhaushalt des Freistaates und kein Wort zu einer gerechteren Verteilung der Mittel auf Grundlage von Schülerzahlen.“

Zwischen 2005 und 2010 wurden jährlich durchschnittlich 126,7 Mio. Euro Fördermittel für Schulsanierungen bereitgestellt. Im Jahr 2012 sind es nur 27,5 Mio. Euro.

Dazu erklärt Panter: „Leider ist davon auszugehen, dass auch in den nächsten beiden Jahren nicht mehr Fördermittel in den Haushalt des Landes eingestellt werden. Bei einem Investitionsbedarf von über 1,5 Mrd. Euro in sächsischen Schulen und einer Förderquote von 40 Prozent, würde es über 20 Jahre dauern bis wenigstens einmal alle Schulen saniert wurden.“

„Für diese Art von Weitsicht fehlt der SPD jedes Verständnis. Wir fordern die Staatsregierung im Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer auf, ihre Förderpolitik noch einmal zu überdenken und die Kommunen bei der ihnen vom Freistaat übertragenen Aufgabe zu unterstützen. Letztlich zeigt sich im Schulbau und am Zustand von Schulen auch, welche Wertschätzung ein Land gegenüber der Bildung und damit der Zukunft ihrer Kinder hat. Die SPD-Fraktion steht für „Moderne Schulen und gute Bildung“ in Sachsen.“ so Mann abschließend.

Medienvielfalt statt Einheitsbrei

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai erklärt der medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Panter:

"In Zeiten der Eurokrise werden europäische Errungenschaften, wie die der Pressefreiheit gerne vergessen. Gerade diese gehört jedoch zu den wichtigsten Voraussetzungen eines demokratischen Systems. Ob im fernen China oder vor unserer Haustür, in der Ukraine, die Pressefreiheit ist längst nicht überall alltäglich. Der Internationale Tag der Pressefreiheit hält uns die weltweiten Versäumnisse vor Augen und fordert zum Handeln auf.

Auch in Deutschland gilt es, die Pressefreiheit immer wieder neu zu verteidigen. Nicht zuletzt die Anmaßung des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff, ungeliebte Presseberichterstattung zu verhindern, wie auch der untaugliche Versuch einer Boulevard-Zeitung sich zum Gralshüter der Pressefreiheit aufzuspielen, haben dies deutlich gemacht.
Darüber hinaus sind es jedoch besonders die Entwicklungen in der Medienbranche insgesamt, die uns hier hellwach bleiben lassen sollten. Zunehmende Konzentrationen auf dem Medienmarkt, insbesondere der Zeitungsverlage, sind eine Gefahr für die Meinungsvielfalt in unserem Land. Deshalb kommt gerade dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei der Bereitstellung einer breiten unabhängigen Berichterstattung für die gesamte Bevölkerung eine wichtige Rolle zu. Dieser Anspruch sollte nicht durch Verflachung und Entpolitisierung des Programms aufs Spiel gesetzt werden. Die aktuelle Diskussion über die Menge an mehr oder weniger guten Talksendungen halte ich daher für notwendig. Was wir brauchen ist Vielfalt und Kreativität auch bei der differenzierten Vermittlung komplexer gesellschaftspolitischer Zusammenhänge."

Landtag einen Tag „in Frauen-Hand“

Mann und Panter laden junge Frauen zum Girls Day

Die Leipziger Landtagsabgeordneten Dirk Panter und Holger Mann bieten am 26.04.2012 15 Mädchen ab 15 Jahren die Möglichkeit an, die Arbeit und Abläufe im Sächsischen Landtag in Dresden kennen zu lernen. Dabei können die jungen Frauen einen Einblick in die politischen und parlamentarischen Vorgänge gewinnen sowie mit Abgeordneten ins Gespräch kommen.

Im Landtag erwartet die Teilnehmerinnen ein Frühstück mit Abgeordneten der SPD-Fraktion, und ein geführter Rundgang durch das Landtagsgebäude. Nach dem Mittagsimbiss gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der SPD-Pressestelle geht es zurück nach Leipzig, in die BürgerInnenbüros von Holger Mann und Dirk Panter. Dort haben die Mädchen die Möglichkeit, gemeinsam mit den beiden Abgeordneten Politik ganz praktisch zu erleben und konkret ihre Anliegen zu diskutieren.

Staatshaushalt: gerecht und sozial!

Dirk Panter, stellvertretender finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, sprach heute zum Antrag seiner Fraktion „Haushalt 2013/2014 – Gerecht und solide“. Kernbotschaften seiner Rede waren:

Panter fordert Ende einer Finanz- und Haushaltspolitik „der toten Hand“.

„Dieses Jahr steht im Zeichen des kommenden Doppelhaushaltes. Die Staatsregierung hat bereits Eckpunkte beraten. In einer Pressemitteilung hat sie angekündigt, dass der Haushaltsumfang 16 Milliarden Euro betragen wird. Damit scheint klar: Nicht eine Kürzung des vergangenen Haushalts wird zurückgenommen. Der scheinbare Aufwuchs geht nur auf die Kosten der Grundsicherung im Alter zurück, die der Bund 2013 zu 75 Prozent und 2014 zu 100 Prozent übernimmt.

Schwarzgelb macht eine Haushaltspolitik wie Dagobert Duck: Getreu dem Motto, alles in den Speicher, damit ja die Verwandten nichts abbekommen. Die Staatsregierung hortet Geld ohne Sinn und Verstand. Aber in einem Punkt unterscheiden sich Dagobert Duck und die Staatsregierung gewaltig: Es ist Dagoberts eigenes Geld, mit dem er geizt. Jeder Euro, den der Freistaat einnimmt oder ausgibt, ist aber das Geld der Bürgerinnen und Bürger. Doch am Geiz der Staatsregierung wird sich auch in der kommenden Haushaltsperiode nichts ändern. Sie streicht Mittel zusammen, anstatt Politik zu gestalten.

Die SPD-Fraktion hat bereits ihre Schwerpunkte für die kommenden Haushaltsberatungen formuliert. Ohne jetzt schon ins Detail zu gehen, müssen wir bereits heute die Weichen richtig stellen. Drei Punkte sind der SPD-Fraktion besonders wichtig:

  • Gute Bildungschance für alle, Familien stärken und Kinderarmut verhindern sowie die regionale Wirtschaft stärken.
  • KEINE neuen Schulden aufnehmen.
  • Auf Bundesebene für eine sichere Einnahmesituation der öffentlichen Hand sorgen.

Die  Finanz- und Haushaltspolitik von Schwarzgelb ist keine Politik der ruhigen Hand, sondern eine Politik der toten Hand. Stattdessen brauchen wir aber eine wirksame Politik für Fortschritt und Gerechtigkeit in Sachsen.“

Schubert soll endlich bei Schulbaumitteln nachrechnen!

Mann und Panter: CDU sollte endlich Fakten zur Kenntnis nehmen und für Leipzig streiten!

Zu den Äußerungen von Detlef Schubert, Vorsitzender der CDU Leipzig, erklären Holger Mann und Dirk Panter, Leipziger SPD-Landtagsabgeordnete: „Herr Schubert ignoriert offensichtlich immer noch die Tatsachen und wiederholt stattdessen falsche Anschuldigungen. Der Vorsitzende der CDU Leipzig sollte sich endlich mit den Zahlen und Fakten auseinander setzen. Hier empfehlen wir die Lektüre der Kleinen Anfrage „Fördermittelvergabepraxis Schulhausbau“ (Drs. 5/7432, anbei). Die Zahlen, die Kultusminister Wöller (CDU) lieferte, brachten ein immenses Ungleichgewicht bei der Fördermittelvergabe des Freistaates zu Tage. So erhielten seit 2006 das gleichgroße Dresden (529.322 Einwohner) 131,5 Mio. Euro, der halb so große Vogtlandkreis (241.664 Einwohner) immer noch 62,7 Mio. Euro, aber die Stadt Leipzig (531.014 Einwohner) nur 47,5 Mio. Euro. Diese Unterschiede sind ungerecht und inakzeptabel.“