Als „geduldeter Klassenfeind“ in Ost-Berlin

Zum Auftakt der ersten Veranstaltungsreihe im Leipziger „Lipinski-Forum“ im Rahmen von „Leipzig liest“, lud am gestrigen Abend Dirk Panter zu einem politischen Leseabend ein.
Dabei berichtete der Journalist Peter Pragal über seine Erlebnisse im geteilten Deutschland. Er war ab 1974 der erste bundesdeutsche Medienvertreter, der mit seiner Familie nach Ost-Berlin umzog, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erleben und darüber schreiben zu können. In seinem Buch „Der geduldete Klassenfeind“ erzählt er von diese Zeit bis zum Ende der DDR. „Dies tut er mit einer Unaufgeregtheit und ohne Schaum vorm Mund, die mir imponiert, gerade weil ja auch einige negative Episoden dabei waren“, zeigte sich Dirk Panter am Ende beeindruckt.
Das empfanden auch viele der rund 35 Gäste so und berichteten im Gespräch mit dem Autor ebenfalls von ihren Erfahrungen in der DDR. Trotz vielfältiger Buchmessen-Konkurrenz ein gelungener Auftakt im „Lipinski-Forum“, dem noch viele Folgen sollen.