Aufruf zur Unterstützung der Online-Petition für datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Schon über 9.000 Bürgerinnen und Bürger haben die Online-Petition des Verbraucherzentrale Bundesverbandes für datenschützende Voreinstellungen bei Sozialen Netzwerken, technischen Geräten und Diensten unterzeichnet (https://openpetition.de/petition/online/datenschutzfreundliche-voreinstellungen). Die informationelle Selbstbestimmung ist zwar ein Grundrecht. Im digitalen Zeitalter muss dieses Grundrecht aber auf neue rechtliche Füße gestellt werden, damit es die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger weiterhin schützt. Je mehr Menschen die Petition unterzeichnen, umso größer die Erfolgschance.
Das Ziel der Petition: Weniger Stress im digitalen Leben. Voreinstellungen müssen maximalen Datenschutz gewährleisten. Der Bundestag sollte dieses Grundprinzip gesetzlich verankern. Erst so können sich die Nutzer wirklich frei entscheiden, was sie von sich preis geben wollen – und was nicht. Derzeit ist Datenschutz ein Expertenprivileg. Google, Microsoft, Apple, Facebook und Co. erfassen, verarbeiten und verwerten jede Lebensregung, die Menschen hinterlassen, wenn sie im Netz surfen, in Sozialen Netzwerken aktiv sind oder mit dem Smartphone telefonieren. Es sei denn, sie ändern die Voreinstellungen. Der Mehrheit fehlt dazu aber die Zeit oder Erfahrung. Rund zwei Drittel der Nutzer Sozialer Netzwerke hat noch nie versucht, die Datenschutzeinstellungen zu ändern. Jeder fünfte weiß gar nicht, dass dies möglich ist.
Die Petition läuft noch bis zum 4. Dezember. Wenn bis dahin 50.000 Unterstützer verzeichnen werden, hat die Verbraucherzentrale das Recht, im Petitionsausschuss des Bundestages ihre Forderungen zu vertreten.