Kommunaler Jugendarbeit droht der Kahlschlag durch sächsische Landesregierung
Der Leipziger Landtagsabgeordnete Dirk Panter und der Jugendpolitische Sprecher der Leipziger SPD Stadtratsfraktion Mathias Weber kritisieren die drastischen Kürzungen der Jugendpauschale scharf und bezeichnen sie als „Katastrophe für den Bereich der Jugendhilfe in Leipzig“.
„Werden die geplanten Sparmaßnahmen des Freistaates Realität, können zahlreiche Kinder- und Jugendeinrichtungen in Leipzig nicht aufrechterhalten werden. Eine funktionierende Jugendhilfelandschaft ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wer hier spart, legt die Axt an die Zukunft der jungen Generation,“ erklärt der Landtagsabgeordnete Dirk Panter.
Die Reduzierung des pro-Kopfbetrages um 4,30 € (von 14,70 € auf 10,40 €) bedeutet für Leipzig einen Einnahmeausfall von ca. 530.000 €. „Diese Kürzung der Jugendpauschale um immerhin 30% wird für einige präventiv arbeitende Projekte das ‚Aus‘ bedeuten“ prognostiziert das SPD-Jugendhilfeausschussmitglied Mathias Weber. Auch wenn im erweiterten Finanzausschuss fraktionsübergreifend eine Erhöhung des Jugendhilfeetats beschlossen wurde, kann diese die geplanten Kürzungen nicht ausgleichen. „Das würde bedeuten, dass Jugendhäuser, mobile Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit, Jugendgerichtshilfe- und Jugendberufshilfeprojekte, verbandliche Jugendarbeit und ehrenamtlich geführte Projekte 2011 in Frage gestellt werden“ gibt Weber zu bedenken. „Und was einmal weg ist, ist so schnell nicht wiederherstellbar. Denn es geht um Beziehungsarbeit mit den jungen Menschen“ so Weber weiter.
Wir, die SPD Fraktionen in Leipzig und Sachsen rufen alle Beteiligten insbesondere, die der Landesregierung und der Landtagsabgeordneten von CDU und FDP auf, die Kürzungen in der sächsischen Jugendhilfe zu verhindern. Machen Sie Schluss mit Ihrer schizophrenen Politik, bei der die Landesebene spart und die Kommunen retten müssen, was noch zu retten ist. Legen Sie endlich ganzheitliche Konzepte vor.