Leipziger CDU/FDP-Abgeordnete stimmen für strukturelle Schwächung ihrer Stadt
Holger Mann und Dirk Panter, Leipziger Abgeordnete der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklären zum heutigen Beschluss des Standortegesetz der CDU-FDP-Koalition im Sächsischen Landtag:
„Das heute beschlossene Standortegesetz bedeutet für Leipzig eine klare strukturelle Schwächung. Der Umzug des Rechnungshofes nach Döbeln und die drastische Verkleinerung der Landesdirektion Leipzig - zugunsten von Chemnitz und Dresden - wird nicht durch die Pseudo-Verschiebung der Sächsischen Aufbaubank kompensiert. Aus Sicht der SPD ist dieses Gesetz intransparent, bürgerfern, kostenintensiv und ineffizient. Kurzum, es handelt sich trotz der immensen Kosten um reinen Staatsabbau statt -umbau dem wir nicht zustimmen konnten.
Die Mehrheit der Leipziger Koalitionsabgeordneten von CDU und FDP hat trotz dieser Faktenlage für das Gesetz gestimmt – wider besseren Wissens. Damit wird Leipzig beim Verschiebebahnhof „Standortegesetz“ abgehängt ohne gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Wie die Abgeordneten diese Logik ihren WählerInnen erklären wollen, bleibt ihr Geheimnis.“
Zur drastischen Verkleinerung der Landesdirektion Leipzig erklärt Dirk Panter:
"Die sinnlose Verkleinerung der Landesdirektion Leipzig bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger längere Wege und eine Schwächung für die gesamte Region Leipzig. Eine Landesdirektion ohne Leitungsfunktionen ist nichts anderes als ein Feigenblatt; regionale Ausgewogenheit sieht anders aus. Einmal mehr zeigen die Leipziger Abgeordneten der Koalition, dass sie in Dresden überhaupt nichts zu sagen haben."