Meine Politik

Staatshaushalt: gerecht und sozial!

Dirk Panter, stellvertretender finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, sprach heute zum Antrag seiner Fraktion „Haushalt 2013/2014 – Gerecht und solide“. Kernbotschaften seiner Rede waren:

Panter fordert Ende einer Finanz- und Haushaltspolitik „der toten Hand“.

„Dieses Jahr steht im Zeichen des kommenden Doppelhaushaltes. Die Staatsregierung hat bereits Eckpunkte beraten. In einer Pressemitteilung hat sie angekündigt, dass der Haushaltsumfang 16 Milliarden Euro betragen wird. Damit scheint klar: Nicht eine Kürzung des vergangenen Haushalts wird zurückgenommen. Der scheinbare Aufwuchs geht nur auf die Kosten der Grundsicherung im Alter zurück, die der Bund 2013 zu 75 Prozent und 2014 zu 100 Prozent übernimmt.

Schwarzgelb macht eine Haushaltspolitik wie Dagobert Duck: Getreu dem Motto, alles in den Speicher, damit ja die Verwandten nichts abbekommen. Die Staatsregierung hortet Geld ohne Sinn und Verstand. Aber in einem Punkt unterscheiden sich Dagobert Duck und die Staatsregierung gewaltig: Es ist Dagoberts eigenes Geld, mit dem er geizt. Jeder Euro, den der Freistaat einnimmt oder ausgibt, ist aber das Geld der Bürgerinnen und Bürger. Doch am Geiz der Staatsregierung wird sich auch in der kommenden Haushaltsperiode nichts ändern. Sie streicht Mittel zusammen, anstatt Politik zu gestalten.

Die SPD-Fraktion hat bereits ihre Schwerpunkte für die kommenden Haushaltsberatungen formuliert. Ohne jetzt schon ins Detail zu gehen, müssen wir bereits heute die Weichen richtig stellen. Drei Punkte sind der SPD-Fraktion besonders wichtig:

  • Gute Bildungschance für alle, Familien stärken und Kinderarmut verhindern sowie die regionale Wirtschaft stärken.
  • KEINE neuen Schulden aufnehmen.
  • Auf Bundesebene für eine sichere Einnahmesituation der öffentlichen Hand sorgen.

Die  Finanz- und Haushaltspolitik von Schwarzgelb ist keine Politik der ruhigen Hand, sondern eine Politik der toten Hand. Stattdessen brauchen wir aber eine wirksame Politik für Fortschritt und Gerechtigkeit in Sachsen.“

Schubert soll endlich bei Schulbaumitteln nachrechnen!

Mann und Panter: CDU sollte endlich Fakten zur Kenntnis nehmen und für Leipzig streiten!

Zu den Äußerungen von Detlef Schubert, Vorsitzender der CDU Leipzig, erklären Holger Mann und Dirk Panter, Leipziger SPD-Landtagsabgeordnete: „Herr Schubert ignoriert offensichtlich immer noch die Tatsachen und wiederholt stattdessen falsche Anschuldigungen. Der Vorsitzende der CDU Leipzig sollte sich endlich mit den Zahlen und Fakten auseinander setzen. Hier empfehlen wir die Lektüre der Kleinen Anfrage „Fördermittelvergabepraxis Schulhausbau“ (Drs. 5/7432, anbei). Die Zahlen, die Kultusminister Wöller (CDU) lieferte, brachten ein immenses Ungleichgewicht bei der Fördermittelvergabe des Freistaates zu Tage. So erhielten seit 2006 das gleichgroße Dresden (529.322 Einwohner) 131,5 Mio. Euro, der halb so große Vogtlandkreis (241.664 Einwohner) immer noch 62,7 Mio. Euro, aber die Stadt Leipzig (531.014 Einwohner) nur 47,5 Mio. Euro. Diese Unterschiede sind ungerecht und inakzeptabel.“

Zu den geplanten Änderungen beim Kommunalen Finanzausgleichsgesetz (FAG)

Dirk Panter und Wolfgang Tiefensee (MdB), lehnen die Einführung des sogenannten Flächen- und Demografiefaktors im Rahmen des sächsischen Kommunalen Finanzausgleichsgesetzes (FAG) ab, der für Leipzig eine Verringerung der Zuweisungen um jährlich 15-20 Millionen Euro bedeuten würde.

Dirk Panter, sächsischer Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der sächsischen SPD, erklärt hierzu: „Die Gleichung des sogenannten Flächen- und Demografiefaktors, dass 'schrumpfen = arm, wachsen = reich' bedeutet, ist falsch. Die kreisfreien Städte mit ihren Zentralfunktionen im administrativen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich leisten einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung des Umlandes und des ländlichen Raumes. Es ist zu kurz gedacht, die kreisfreien Städte gegen den ländlichen Raum auszuspielen. Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel  ist es gerade nicht zweckdienlich, Fördermittel nur umzuschichten. Die Staatsregierung drückt sich dadurch wieder einmal um eine Lösung des demografischen Problems durch kluge Investitions- und Entwicklungsmaßnahmen. Ziel der Staatsregierung müsste es sein, die Städte und den ländlichen Raum zusammenwachsen zu lassen.“