SPD-Generalsekretär Dirk Panter: Guten Morgen, Minister Unland
"Ich bin froh, dass der parteilose Finanzminister und Ex-Uni-Rektor Unland im Wahlkampf nun endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist und Interesse an den sächsischen Hochschulen zeigt, von denen es übrigens neben der Bergakademie Freiberg noch 14 andere im Land gibt“, so SPD-Generalsekretär Dirk Panter. Er reagierte damit auf Äußerungen des Finanzministers heute in einer Sächsischen Zeitung. Darin verspricht Herr Unland nach der Wahl neue Weichen im Hochschulbereich stellen und mehr Geld für Naturwissenschaften und Technik aufwenden zu wollen.
"Ich frage mich, warum Herr Unland dies nicht längst getan hat“, so Panter. "Schließlich ist er seit 2008 Finanzminister in Sachsen und verwaltet als solcher qua Amt die Staatskasse.“ Darüber hinaus habe der parteilose Herr Unland wahrscheinlich übersehen, dass die CDU/SPD Koalition - der er übrigens auch angehört - in der laufenden Legislatur gerade in diesem Bereich eine Vielzahl von Projekten bereits umgesetzt habe: Eine Million Euro fließen aus Mitteln des Bund-Länder-Hochschulpaktes in Projekte für mehr Mädchen und junge Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds werden derzeit bereits rund 100 Promovierende gefördert.
"Wenn Herr Unland ernsthaft glaubt, er könne mit seiner irrwitzigen Vorstellung - man müsse nur auf ein Stipendium aus der Wirtschaft warten, um dann flugs noch 200 Euro draufzulegen - die Abwanderung von Wissenschaftlern stoppen, dann frage ich mich ernsthaft, warum er nicht einfach jedem Studenten die 200 Euro direkt zusagt? Das wäre sicher eine lohnende Investition in die Zukunft und würde den drohenden Fachkräftemangel bekämpfen, während das Finanzministerium bisher bei der Ausweitung der Stipendienprogramme ja eher auf der Bremse stand."